L‘Albir an der spanischen Costa Blanca war das diesjährige Domizil für eine gemeinsame Radsport-Woche. Die Vorfreude in der kleinen Reisegruppe, bestehend aus Vater O. und Sohn T., war wieder einmal groß. Der gemeinsame Wunsch: einmal mehr von morgens bis abends gemeinsame Zeit auf dem Rennrad verbringen - wie so oft in den vergangenen Jahren!
Klima und Infrastruktur in dieser Gegend sind für den Radsport bestens geeignet und bieten eine gut erreichbare Alternative zu anderen bekannten Urlaubs-Destinationen wie beispielsweise Mallorca. Viele Profi-Teams - unter anderem das Team UAE - verbringen viel Zeit in dieser Gegend und holen sich in den nahegelegenen Bergen die erforderliche Rennhärte für die nächste Saison.
Sechs Uhr Abflug; drei Stunden Flugzeit waren vorgesehen. Die Ankunft am Flughafen Alicante verzögerte jedoch sich wegen eines Unwetters. Das Flugzeug zog seine Kreise über dem Meer. Vor Ort regnete es in Strömen und ein Gewitter hatte sich in den Bergen verfangen. Na, das ging ja gut los!
Der Bustransfer zum Hotel wurde zu einer weiteren Herausforderung. Das Fahrzeug war bis auf den letzten Platz mit britischen Urlaubsgästen besetzt. Baby-Geschrei, laute Musik, Stimmengewirr - und draußen regnete es weiter in Strömen. - Nach und nach leerte sich der Bus im Verlauf von etlichen Stops. Nach drei Stunden dann die Ankunft am Hotel. Es regnete weiterhin und der Schlafentzug tat sein Übriges. Die Stimmung war auf dem Tiefpunkt.
Nun gut! Das Leihrad wollte abgeholt werden, und O. musste seinen Rennrad-Bausatz fahrbereit machen. Gegen Spätnachmittag verzog sich das Unwetter schließlich; der Himmel strahlte in tiefem Blau. Gegen siebzehn Uhr starteten unsere beiden Protagonisten zu einem ersten Material-Check Richtung Finestrat in die „Benidorm Hills“. Die Gegend hier war bergig. Ein Anflug von Euphorie sickerte langsam durch die bislang von Erschöpfung und Frustration geprägten Körperschichten. Bis auf vierhundertzwanzig Meter ging es hinauf. Oben angekommen, dann ein erstes Hochgefühl - leere Straßen, traumhafte Landschaft, vom Sonnenschein und Pedalieren erwärmte Körper und Seelen. Der Radurlaub konnte beginnen und das Wetter für die nächsten Tage war vielversprechend!
Fazit des Tages: 32 Kilometer und rund 430 Höhenmeter - ein Anfang und trotz aller Müdigkeit ein schöner Tagesabschluss.
Costa Blanca - Mai 2026
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Costa Blanca - Mai 2026
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- Fahrt auf gut ausgebauten Straßen
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- Die Hotel-Skyline von Benidorm.
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- Das Reise-Rennrad musste noch fahrbereit gemacht werden.
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Re: Costa Blanca - Mai 2026
Tag 2
5:30 Uhr, Morgenkaffee. Unsere Sportsfreunde fragten sich, ob der Tag mit einem ausgiebigen Frühstück begonnen werden sollte. Schließlich galt es, verlorene Kilometer aufzuholen. Die Vorfreude auf einen tollen Tag überwog jedoch. Es folgte eine kurze Umplanung der Routen. Tag vier wurde kurzerhand auf heute vorgezogen. Kurz nach acht Uhr traten unsere Sportsfreunde erstmals in die Pedale. Auf Frühstück wurde vorerst verzichtet. Winterspeck zur Energieversorgung war schließlich noch reichlich vorhanden.
Nach zwanzig Kilometern ging es in den ersten längeren Anstieg: Siebzehn Kilometer ging es von nun an stetig bergauf bis auf über tausend Meter über normal Null. Nach der kurzen Fünf-Kilometer-Abfahrt folgte ein längeres Teilstück in den Bergen, auf dem eine steile Wand auf die nächste folgte. Das Tempo auf den sehr kurzen Abfahren dazwischen wurde meist von einer scharfen Serpentine ausgebremst, die jäh in einem knüppelsteilen Anstieg endete. Herausfordernd war der ständige Wechsel von einer sehr großen Übersetzung auf eine plötzlich erforderliche sehr kleine. Banketten und Wegbegrenzungen waren auf diesem Teilstück meist nicht vorhanden. Äußerste Vorsicht war geboten! Wer von der Straße abkam, fand sich Sekunden später - entfesselt vom irdischen Dasein - hundert Meter tiefer mit Blick auf die Überreste seiner im Geröll verstreuten Körperteile wieder.
Kilometer Achtzig - zuvor ein letzter Anstieg über einen Höhenzug. Vollkommen unvorbereitet wurden unsere Sportsfreunde mit einem grandiosen Ausblick über den Rund sechshundertdreißig Meter tiefer gelegenen Küstenstreifen belohnt. Whow! Auf den folgenden sieben Kilometern ging es mit vom Ziehen der Bremshebel schmerzenden Unterarmen auf steilsten Serpentinenpassagen talwärts - Höhenverlust: fünfhundertfünfzig Meter. Angekommen in dem Örtchen Pego gab es erst einmal eine Stärkung in einer Gelateria; das Frühstück musste schließlich noch nachgeholt werden.
Die folgenden fünfzig Kilometer dienten eher zur Überbrückung. Weitere Tagesziele waren das Cap del Negre, das Cap de la Nau sowie - erreichbar über eine kleine Pass-Straße - die Bucht von Granadella. Jedes Fleckchen der meist erhaben gelegenen Küstenlinie war mit traumhaften Villen - vielfach mit Pool-Meerblick- bebaut. Hier also wohnte die betuchte spanische Gesellschaft.
Erwähnenswert war bei Kilometer hundertfünfzig noch der knapp über vier Kilometer lange Anstieg zum Cumbre del Sol - verbunden mit einem Höhenzuwachs von vierhundert Metern und Abschnitten von über zwanzig Prozent Steigung. Die Passhöhe diente schon zwei Mal als Zielankunft bei der Spanischen Vuelta (Sieger 2017 Mehrfach-Tour-de-France-Sieger Chris Frome). T. genoss die Kletterei in vollen Zügen. Rund einhundert Meter voraus fahrend, den Blicken entschwunden, flog er förmlich dem Gipfel entgegen. Wiederholt lautes Lachen war zu vernehmen, wenn die Steigung einmal mehr in unerträgliche Sphären anstieg. Für den Junior war es ein Hochgenuss; pure Lebensfreude war zu vernehmen! Der Alte quälte sich mit gefühltem Puls von zweihundertdreißig bei fünf km/h - auf den steilsten Abschnitten mit jedem Tritt das Vorderrad lupfend - dem Gipfel entgegen. Aufgeben war keine Option.
Gegen neunzehn Uhr trafen unsere Sportsfreunde - sehr zufrieden mit sich und dem Tag - wieder im Hotel ein.
Fazit des Tages: 191 Gesamtkilometer, 3.600 Höhenmeter, 9 1/2 Stunden auf dem Rad und um eine Mit-Vierunddreißig-Auf-Achtundzwanzig-Kann-Man-Alles-Fahren-Erkenntnis reicher - auch wenn der Puls zwischendurch eher einem Kammerflimmern glich.
Link zur Tour auf Komoot:
https://www.komoot.de/tour/2947135589?r ... yTupEVYeSF
5:30 Uhr, Morgenkaffee. Unsere Sportsfreunde fragten sich, ob der Tag mit einem ausgiebigen Frühstück begonnen werden sollte. Schließlich galt es, verlorene Kilometer aufzuholen. Die Vorfreude auf einen tollen Tag überwog jedoch. Es folgte eine kurze Umplanung der Routen. Tag vier wurde kurzerhand auf heute vorgezogen. Kurz nach acht Uhr traten unsere Sportsfreunde erstmals in die Pedale. Auf Frühstück wurde vorerst verzichtet. Winterspeck zur Energieversorgung war schließlich noch reichlich vorhanden.
Nach zwanzig Kilometern ging es in den ersten längeren Anstieg: Siebzehn Kilometer ging es von nun an stetig bergauf bis auf über tausend Meter über normal Null. Nach der kurzen Fünf-Kilometer-Abfahrt folgte ein längeres Teilstück in den Bergen, auf dem eine steile Wand auf die nächste folgte. Das Tempo auf den sehr kurzen Abfahren dazwischen wurde meist von einer scharfen Serpentine ausgebremst, die jäh in einem knüppelsteilen Anstieg endete. Herausfordernd war der ständige Wechsel von einer sehr großen Übersetzung auf eine plötzlich erforderliche sehr kleine. Banketten und Wegbegrenzungen waren auf diesem Teilstück meist nicht vorhanden. Äußerste Vorsicht war geboten! Wer von der Straße abkam, fand sich Sekunden später - entfesselt vom irdischen Dasein - hundert Meter tiefer mit Blick auf die Überreste seiner im Geröll verstreuten Körperteile wieder.
Kilometer Achtzig - zuvor ein letzter Anstieg über einen Höhenzug. Vollkommen unvorbereitet wurden unsere Sportsfreunde mit einem grandiosen Ausblick über den Rund sechshundertdreißig Meter tiefer gelegenen Küstenstreifen belohnt. Whow! Auf den folgenden sieben Kilometern ging es mit vom Ziehen der Bremshebel schmerzenden Unterarmen auf steilsten Serpentinenpassagen talwärts - Höhenverlust: fünfhundertfünfzig Meter. Angekommen in dem Örtchen Pego gab es erst einmal eine Stärkung in einer Gelateria; das Frühstück musste schließlich noch nachgeholt werden.
Die folgenden fünfzig Kilometer dienten eher zur Überbrückung. Weitere Tagesziele waren das Cap del Negre, das Cap de la Nau sowie - erreichbar über eine kleine Pass-Straße - die Bucht von Granadella. Jedes Fleckchen der meist erhaben gelegenen Küstenlinie war mit traumhaften Villen - vielfach mit Pool-Meerblick- bebaut. Hier also wohnte die betuchte spanische Gesellschaft.
Erwähnenswert war bei Kilometer hundertfünfzig noch der knapp über vier Kilometer lange Anstieg zum Cumbre del Sol - verbunden mit einem Höhenzuwachs von vierhundert Metern und Abschnitten von über zwanzig Prozent Steigung. Die Passhöhe diente schon zwei Mal als Zielankunft bei der Spanischen Vuelta (Sieger 2017 Mehrfach-Tour-de-France-Sieger Chris Frome). T. genoss die Kletterei in vollen Zügen. Rund einhundert Meter voraus fahrend, den Blicken entschwunden, flog er förmlich dem Gipfel entgegen. Wiederholt lautes Lachen war zu vernehmen, wenn die Steigung einmal mehr in unerträgliche Sphären anstieg. Für den Junior war es ein Hochgenuss; pure Lebensfreude war zu vernehmen! Der Alte quälte sich mit gefühltem Puls von zweihundertdreißig bei fünf km/h - auf den steilsten Abschnitten mit jedem Tritt das Vorderrad lupfend - dem Gipfel entgegen. Aufgeben war keine Option.
Gegen neunzehn Uhr trafen unsere Sportsfreunde - sehr zufrieden mit sich und dem Tag - wieder im Hotel ein.
Fazit des Tages: 191 Gesamtkilometer, 3.600 Höhenmeter, 9 1/2 Stunden auf dem Rad und um eine Mit-Vierunddreißig-Auf-Achtundzwanzig-Kann-Man-Alles-Fahren-Erkenntnis reicher - auch wenn der Puls zwischendurch eher einem Kammerflimmern glich.
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- OliverStief
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Costa Blanca - Mai 2026
Tag 3 - erneut auf den Spuren der Vuelta Espana
Abfahrt war um neun Uhr nach kurzem Frühstück. Zunächst ging es nach Westen durch die typischen Urlaubsorte in dieser Gegend, verbunden mit relativ viel Verkehr. Glücklicherweise waren die Radwege meist hervorragend ausgebaut. Nach siebzehn Kilometern waren die beiden jedoch wieder unter sich. Auf verkehrsarmen Straßen verlief die Route durch verschiedene Vororte und über sehr gut ausgebaute Landstraßen den Ausläufern des hiesigen Bergmassives entgegen. Dann ging es in Wellen bergauf. Nachdem unsere Sportsfreunde auf einsamsten Wegen die ersten siebenhundert Klettermeter eingesammelt hatten, ging es nahe Alicante vorerst wieder zurück auf nahezu Meereshöhe - Anlauf nehmen für das, was dann folgten sollte. Dann ging es vierzehn Kilometer mit vier Prozent Steigung auf einer sehr gut ausgebauten, breiten Landstraße quälend langsam stetig bergauf. Man sah der oft schnurgeraden Straße den Anstieg nahezu nicht an. Es rollte jedoch überhaupt nicht.
Nach insgesamt zweiundsiebzig Kilometern - rund vier Stunden saßen die beiden nun mehr oder weniger ununterbrochen im Sattel - folgte ein kurzer Boxenstop an einer Tankstelle. Die Energie- und Wasserreserven mussten aufgefüllt werden. Man befand sich zwischenzeitlich wieder im Gebirge auf sechshundert Metern ü. NN.. Gute vier Kilometer weiter ging es links ab zum eigentlichen Tagesziel, dem Anstieg zum Balcon de Alicante; ein drei Komma acht Kilometer langer, brutaler Anstieg mit durchschnittlich zehn Prozent Steigung, zum Ende hin noch einmal ansteigend (Zielankunft Vuelta 2021, Etappe sieben). Die schmale Straße führte durch eine unbewohnte, bewaldete, idyllische Landschaft. Es war früher Nachmittag - Siesta. Selbst die Natur machte Pause; es herrschte nahezu vollkommene Stille - einzig unterbrochen vom rasselnden Atmen sowie der mit Sauerstoff unterversorgten kreischenden Beinmuskulatur des Seniors. Im Gegensatz zum vorherrschenden Gegenwind in Schleswig-Holstein ist jeder Berganstieg endlich. Das motivierte den Alten und irgendwann war der Gipfelt erreicht. T. bekam von den Leiden seines Vaters nichts mit. Er spulte seinen Tritt herunter und wartete nach wenigen Minuten geduldig, den wunderbaren Blick über Alicante genießend, auf dem „Balcon“. Für diesen Ausblick hatte sich die Treterei auf jeden Fall gelohnt! Ansonsten war hier nichts los. Weitere Radfahrer? Fehlanzeige.
In Tibi versorgten die beiden sich an einem der für die südlichen Länder typischen öffentlichen Wasserstellen mit Frischwasser für einen der letzten größeren Anstiege des Tages, den Poerto de la Tibi. - Man befand sich in Meeresnähe. Auf dem Weg dorthin konnte man immer wieder einen Blick auf die grandiose Küstenlinie dieser traumhaften Gegend erhaschen.
Gegen viertel nach drei - im Örtchen Xixona - stärkten unsere Sportsfreunde sich noch einmal in einer Gelateria. Es herrschte jedes Mal wieder Irritation bei den Bediensteten, wenn zwei ausgedörrte Radfahrer jeweils zwei Café con Leche bestellten Das war wohl so nicht üblich. Der dann folgende Anstieg auf den rund neunhundert Meter hohen Puerto de El Collao ließ sich nach dieser Stärkung sogar gut auf dem großen Kettenblatt fahren.
Die abschließende rund vierzig Kilometer lange Abfahrt war bis auf einige kleine Gegenstiche unspektakulär. Mit Spitzengeschwindigkeiten von siebzig km/h flogen unsere Kameraden in Richtung Hotel zurück. Gegen halb sieben war auch dieser grandiose Radsport-Tag vorbei.
Fazit des Tages: Rund 3.000 Höhenmeter, 158 gefahrene Kilometer, 8 1/2 Stunden im Sattel, dabei die Stille, der äußerst verkehrsarmen Landschaft genossen
Link zur Tour:
https://www.komoot.de/tour/2947794123?r ... hMdJcJzYlN
Abfahrt war um neun Uhr nach kurzem Frühstück. Zunächst ging es nach Westen durch die typischen Urlaubsorte in dieser Gegend, verbunden mit relativ viel Verkehr. Glücklicherweise waren die Radwege meist hervorragend ausgebaut. Nach siebzehn Kilometern waren die beiden jedoch wieder unter sich. Auf verkehrsarmen Straßen verlief die Route durch verschiedene Vororte und über sehr gut ausgebaute Landstraßen den Ausläufern des hiesigen Bergmassives entgegen. Dann ging es in Wellen bergauf. Nachdem unsere Sportsfreunde auf einsamsten Wegen die ersten siebenhundert Klettermeter eingesammelt hatten, ging es nahe Alicante vorerst wieder zurück auf nahezu Meereshöhe - Anlauf nehmen für das, was dann folgten sollte. Dann ging es vierzehn Kilometer mit vier Prozent Steigung auf einer sehr gut ausgebauten, breiten Landstraße quälend langsam stetig bergauf. Man sah der oft schnurgeraden Straße den Anstieg nahezu nicht an. Es rollte jedoch überhaupt nicht.
Nach insgesamt zweiundsiebzig Kilometern - rund vier Stunden saßen die beiden nun mehr oder weniger ununterbrochen im Sattel - folgte ein kurzer Boxenstop an einer Tankstelle. Die Energie- und Wasserreserven mussten aufgefüllt werden. Man befand sich zwischenzeitlich wieder im Gebirge auf sechshundert Metern ü. NN.. Gute vier Kilometer weiter ging es links ab zum eigentlichen Tagesziel, dem Anstieg zum Balcon de Alicante; ein drei Komma acht Kilometer langer, brutaler Anstieg mit durchschnittlich zehn Prozent Steigung, zum Ende hin noch einmal ansteigend (Zielankunft Vuelta 2021, Etappe sieben). Die schmale Straße führte durch eine unbewohnte, bewaldete, idyllische Landschaft. Es war früher Nachmittag - Siesta. Selbst die Natur machte Pause; es herrschte nahezu vollkommene Stille - einzig unterbrochen vom rasselnden Atmen sowie der mit Sauerstoff unterversorgten kreischenden Beinmuskulatur des Seniors. Im Gegensatz zum vorherrschenden Gegenwind in Schleswig-Holstein ist jeder Berganstieg endlich. Das motivierte den Alten und irgendwann war der Gipfelt erreicht. T. bekam von den Leiden seines Vaters nichts mit. Er spulte seinen Tritt herunter und wartete nach wenigen Minuten geduldig, den wunderbaren Blick über Alicante genießend, auf dem „Balcon“. Für diesen Ausblick hatte sich die Treterei auf jeden Fall gelohnt! Ansonsten war hier nichts los. Weitere Radfahrer? Fehlanzeige.
In Tibi versorgten die beiden sich an einem der für die südlichen Länder typischen öffentlichen Wasserstellen mit Frischwasser für einen der letzten größeren Anstiege des Tages, den Poerto de la Tibi. - Man befand sich in Meeresnähe. Auf dem Weg dorthin konnte man immer wieder einen Blick auf die grandiose Küstenlinie dieser traumhaften Gegend erhaschen.
Gegen viertel nach drei - im Örtchen Xixona - stärkten unsere Sportsfreunde sich noch einmal in einer Gelateria. Es herrschte jedes Mal wieder Irritation bei den Bediensteten, wenn zwei ausgedörrte Radfahrer jeweils zwei Café con Leche bestellten Das war wohl so nicht üblich. Der dann folgende Anstieg auf den rund neunhundert Meter hohen Puerto de El Collao ließ sich nach dieser Stärkung sogar gut auf dem großen Kettenblatt fahren.
Die abschließende rund vierzig Kilometer lange Abfahrt war bis auf einige kleine Gegenstiche unspektakulär. Mit Spitzengeschwindigkeiten von siebzig km/h flogen unsere Kameraden in Richtung Hotel zurück. Gegen halb sieben war auch dieser grandiose Radsport-Tag vorbei.
Fazit des Tages: Rund 3.000 Höhenmeter, 158 gefahrene Kilometer, 8 1/2 Stunden im Sattel, dabei die Stille, der äußerst verkehrsarmen Landschaft genossen
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- OliverStief
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Re: Costa Blanca - Mai 2026
Tag 4 - Port de Sa Creueta, Port de la Val de Ebo und Coll de Rates
Laut Garmin lag die Trainingsbereitschaft des Seniors bei einem Prozent. Einfach toll, diese moderne Technik. Ohne sie wüsste man ansonsten quasi nichts über das aktuelle körperliche Wohlbefinden. Tags zuvor informierte das Gerät den Alten noch über die nun angepasste maximale Herzfrequenz auf jetzt zweihundertzehn bpm. - Das war ja klasse! Was die modernen Geräte alles können! Die Nachjustierung hatte er dringend benötigt - zumindest bei den Anstiegen. Sofort fühlte er sich wie ein Zehnjähriger (Faustformel 220 minus Lebensalter). Ein ähnliches Erlebnis hatte er schon beim letzen Silvesterlauf in Oeversee. Die 11,4 Kilometer lief er laut Fitnesstracker mit einem durchschnittlichen Puls von hundertneunzig. Dann die Anpassung - natürlich NACH dem Lauf. Geholfen hatte es damals also nichts. Anschließend waren keine Laufwettkämpfe mehr vorgesehen. Aber jetzt im Urlaub… Ein paar Tage in den Bergen waren ja noch eingeplant.
An der Küste war für die Mittagszeit Regen vorhergesagt. Der Lösungsvorschlag des Juniors kam prompt. Man musste sich nur schnellstmöglich hinter die Berge begeben; dort sollte es über Tag trocken bleiben. Mit Rücksicht auf den Aggregatzustand des Alten wurde die Routenplanung ein wenig angepasst: Es wurde hin und zurück der jeweils direkte Weg über das Massiv eingeplant. Entlastungstag nannte man das.
Die Wette ging auf! Unsere Sportsfreunde verbrachten einen wunderbaren Tag in alpiner Natur, sammelten weiter ordentlich Höhenmeter und genossen die freie Zeit auf ihren Rennmaschinen. Und sie waren nicht alleine unterwegs. Heute war die Beliebtheit dieser Region unter den vielen Radsportlern auch sichtbar. Oft begegneten ihnen ganze Gruppen von weiteren Radenthusiasten. Die vierzehn Anstiege des Tages ließen sich allesamt gut bewältigen Scheinbar entfaltete die angepasste Herzfrequenz ihre Wirkung.
Fazit des Tages: 7:21 Stunden in Bewegung, 137 Gesamtkilometer und rund 2.600 Meter Höhenzunahme - und auch bei T. machte sich ein Hauch von Erschöpfung bemerkbar.
Link zur Route:
https://www.komoot.de/tour/2949469411?r ... Wa3G76szv
Laut Garmin lag die Trainingsbereitschaft des Seniors bei einem Prozent. Einfach toll, diese moderne Technik. Ohne sie wüsste man ansonsten quasi nichts über das aktuelle körperliche Wohlbefinden. Tags zuvor informierte das Gerät den Alten noch über die nun angepasste maximale Herzfrequenz auf jetzt zweihundertzehn bpm. - Das war ja klasse! Was die modernen Geräte alles können! Die Nachjustierung hatte er dringend benötigt - zumindest bei den Anstiegen. Sofort fühlte er sich wie ein Zehnjähriger (Faustformel 220 minus Lebensalter). Ein ähnliches Erlebnis hatte er schon beim letzen Silvesterlauf in Oeversee. Die 11,4 Kilometer lief er laut Fitnesstracker mit einem durchschnittlichen Puls von hundertneunzig. Dann die Anpassung - natürlich NACH dem Lauf. Geholfen hatte es damals also nichts. Anschließend waren keine Laufwettkämpfe mehr vorgesehen. Aber jetzt im Urlaub… Ein paar Tage in den Bergen waren ja noch eingeplant.
An der Küste war für die Mittagszeit Regen vorhergesagt. Der Lösungsvorschlag des Juniors kam prompt. Man musste sich nur schnellstmöglich hinter die Berge begeben; dort sollte es über Tag trocken bleiben. Mit Rücksicht auf den Aggregatzustand des Alten wurde die Routenplanung ein wenig angepasst: Es wurde hin und zurück der jeweils direkte Weg über das Massiv eingeplant. Entlastungstag nannte man das.
Die Wette ging auf! Unsere Sportsfreunde verbrachten einen wunderbaren Tag in alpiner Natur, sammelten weiter ordentlich Höhenmeter und genossen die freie Zeit auf ihren Rennmaschinen. Und sie waren nicht alleine unterwegs. Heute war die Beliebtheit dieser Region unter den vielen Radsportlern auch sichtbar. Oft begegneten ihnen ganze Gruppen von weiteren Radenthusiasten. Die vierzehn Anstiege des Tages ließen sich allesamt gut bewältigen Scheinbar entfaltete die angepasste Herzfrequenz ihre Wirkung.
Fazit des Tages: 7:21 Stunden in Bewegung, 137 Gesamtkilometer und rund 2.600 Meter Höhenzunahme - und auch bei T. machte sich ein Hauch von Erschöpfung bemerkbar.
Link zur Route:
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Das Machen m8's!
... ach, wie ich euch beneide ... ääääääh ...
Hi Olli und Tom, wie schön, wieder mal solch erfrischende und unterhaltsame Urlaubserlebnisse lesen zu können. Das in meinem Betreff erwähnte "beneiden" beschränkt sich nach reiflicher Überlegung wohl eher auf die Pausen mit Café con leche und ähnliche senioren-gerechte Ereignisse
. Aber davon gibt es ja während eures Aktiv-Urlaubs anscheinend nicht so viele.
Habt weiterhin so viel Spaß
und schrubbt noch viele unfall- und pannenfreie Höhen- und Kilometer und kommt gesund und gut erholt zurück!!
Habt weiterhin so viel Spaß
- OliverStief
- Beiträge: 58
- Registriert: 3. Sep 2017, 07:05
Re: Costa Blanca - Mai 2026
Tag 5
Gegen halb neun fielen unsere beiden Protagonisten am Vortrag in einen Koma ähnlichen Schlaf. Gegen vier Uhr dreißig am Morgen loggte sich das Bewusstsein des Seniors so langsam wieder in den geschundenen Körper ein. Ein Blick auf die Garmin-Uhr: Der gestrige Entlastungstag hatte eine Versiebenfachung der Leistungsfähigkeit des Seniors zur Folge. Er konnte es kaum abwarten. Der Tagesablauf in diesem Urlaub war monoton: Aufstehen, Essen, Radfahren, Essen, Schlafen, Aufstehen…
Um viertel nach neun ging es erst einmal rund vierunddreißig Kilometer - abgesehen von kurzen Abfahrten, so dass man mit der verdammten Kletterei wieder von vorne beginnen konnte, stetig bergauf zum Puerto de Collao. Oben angekommen ging es quasi ohne Pause weiter. O. wollte es hinter sich bringen. T. kam dieser Wunsch nur entgegen. Er genoss den weiteren Radtag in vollen Zügen. Mehr oder weniger geduldig fuhr er permanent um die hundert Meter voraus - gerade so schnell, dass er dem Alten signalisierte, dass es doch noch etwas schneller ginge. Von Erschöpfung war bei ihm keine Spur erkennbar. - Die beiden waren übrigens nahezu alleine auf den Straßen unterwegs. Der Verkehr hier oben ging Richtung Null. Bei Kilometer achtundvierzig war mit dem Puerto de Benifallim der höchste Punkt des Tages erreicht. Was für eine traumhaft schöne Landschaft!
Den Senior beschäftigten derweil ganz andere Fragen. Zum Beispiel diese: Warum hat sich der Mensch irgendwann im Laufe der Evolution aufgerichtet? Ganze Generationen von Wissenschaftlern haben sich in der Vergangenheit mit dieser Frage auseinandergesetzt. Dabei hätten sie nur mal einen Radfsportler fragen müssen, der tagelang mehr als acht Stunden täglich auf dem Rad verbringt - am besten den Alten aus unserer kleinen Reisegruppe. Weil es zwischen den Schulterblättern irgendwann scheiße weh tut, wenn man sich tagein-tagaus mit nach vorne gebeugtem Oberkörper auf den Händen abstützt. Die obere Rückenmuskulatur verkrampft sich mit der Zeit und verformt sich zu einem undefinierbaren, schmerzhaften Muskelfaser-Knäuel. Das hat offensichtlich sogar der Urmensch irgendwann begriffen.
Nach einer kleinen Stärkung ging es weiter. Auf die Frage nach der Streckentopografie bekam der Senior nur die Antwort: „Du siehst auch in allem nur das Schlechte!“ Es ging also wieder einmal bergauf. Eine weitere Stunde fieses Bergaufgetrete.
Doch zuvor musste am Ortsausgang von Alcoi beim Ritchey noch der Schlauch des Hinterrades gewechselt werden. Ein Durchschlag sorgte für den typischen, einem Schlangenbiss gleichenden Schaden im Gummi. Das Problem war schnell gelöst.
Was geht im Kopf eines Radsportlers vor, wenn er mit über siebzig Sachen den Berg runter fährt? Hoffentlich hält das Material! So auch im Verlauf einer rund zehn Kilometer langen Gefälle-Strecke kurz vor einem Gegenstich. O. wollte diesen mit ordentlich Tempo nehmen und traf in die Pedale. Dann spürte er eine Unwucht am linken Fuß. Ein Blick nach unten lieẞ ihm das ohnehin schon von der langen Abfahrt Ketchup dicke Blut in den Gefäßen gefrieren. Die linke Kurbel hatte sich nahezu vollständig von der Achse gelöst! Notstop! Das hätte böse enden können. Empfehlung: Material checken, Schraubverbindungen kontrollieren - und zwar nach jeder Ausfahrt. Dieser Mangel hat sich im Verlauf dieser einen Tour entwickelt. Mikro-Bewegungen an den Verbindungen können für ein Anlösen der Schraubverbindungen sorgen. Danach entwickelt sich ein Eigenleben mit unabsehbaren Folgen. Der Senior reinigt und prüft sein Material nach jeder Ausfahrt. Das ist die einzige Lebensversicherung; jemand anderes macht es nicht! Die Belastung in den den Bergen ist auch für das Material immens!
Noch mal alles gut gegangen. Gegen halb sieben am Nachmittag kamen unsere Sportsfreunde wieder am Hotel an.
Fazit des Tages: 132 gefahrene Kilometer, 2.750 Höhenmeter, 7:15 Stunden im Sattel
Link zur Tour:
https://www.komoot.de/tour/2952171002?r ... 7LSw863bTi
Gegen halb neun fielen unsere beiden Protagonisten am Vortrag in einen Koma ähnlichen Schlaf. Gegen vier Uhr dreißig am Morgen loggte sich das Bewusstsein des Seniors so langsam wieder in den geschundenen Körper ein. Ein Blick auf die Garmin-Uhr: Der gestrige Entlastungstag hatte eine Versiebenfachung der Leistungsfähigkeit des Seniors zur Folge. Er konnte es kaum abwarten. Der Tagesablauf in diesem Urlaub war monoton: Aufstehen, Essen, Radfahren, Essen, Schlafen, Aufstehen…
Um viertel nach neun ging es erst einmal rund vierunddreißig Kilometer - abgesehen von kurzen Abfahrten, so dass man mit der verdammten Kletterei wieder von vorne beginnen konnte, stetig bergauf zum Puerto de Collao. Oben angekommen ging es quasi ohne Pause weiter. O. wollte es hinter sich bringen. T. kam dieser Wunsch nur entgegen. Er genoss den weiteren Radtag in vollen Zügen. Mehr oder weniger geduldig fuhr er permanent um die hundert Meter voraus - gerade so schnell, dass er dem Alten signalisierte, dass es doch noch etwas schneller ginge. Von Erschöpfung war bei ihm keine Spur erkennbar. - Die beiden waren übrigens nahezu alleine auf den Straßen unterwegs. Der Verkehr hier oben ging Richtung Null. Bei Kilometer achtundvierzig war mit dem Puerto de Benifallim der höchste Punkt des Tages erreicht. Was für eine traumhaft schöne Landschaft!
Den Senior beschäftigten derweil ganz andere Fragen. Zum Beispiel diese: Warum hat sich der Mensch irgendwann im Laufe der Evolution aufgerichtet? Ganze Generationen von Wissenschaftlern haben sich in der Vergangenheit mit dieser Frage auseinandergesetzt. Dabei hätten sie nur mal einen Radfsportler fragen müssen, der tagelang mehr als acht Stunden täglich auf dem Rad verbringt - am besten den Alten aus unserer kleinen Reisegruppe. Weil es zwischen den Schulterblättern irgendwann scheiße weh tut, wenn man sich tagein-tagaus mit nach vorne gebeugtem Oberkörper auf den Händen abstützt. Die obere Rückenmuskulatur verkrampft sich mit der Zeit und verformt sich zu einem undefinierbaren, schmerzhaften Muskelfaser-Knäuel. Das hat offensichtlich sogar der Urmensch irgendwann begriffen.
Nach einer kleinen Stärkung ging es weiter. Auf die Frage nach der Streckentopografie bekam der Senior nur die Antwort: „Du siehst auch in allem nur das Schlechte!“ Es ging also wieder einmal bergauf. Eine weitere Stunde fieses Bergaufgetrete.
Doch zuvor musste am Ortsausgang von Alcoi beim Ritchey noch der Schlauch des Hinterrades gewechselt werden. Ein Durchschlag sorgte für den typischen, einem Schlangenbiss gleichenden Schaden im Gummi. Das Problem war schnell gelöst.
Was geht im Kopf eines Radsportlers vor, wenn er mit über siebzig Sachen den Berg runter fährt? Hoffentlich hält das Material! So auch im Verlauf einer rund zehn Kilometer langen Gefälle-Strecke kurz vor einem Gegenstich. O. wollte diesen mit ordentlich Tempo nehmen und traf in die Pedale. Dann spürte er eine Unwucht am linken Fuß. Ein Blick nach unten lieẞ ihm das ohnehin schon von der langen Abfahrt Ketchup dicke Blut in den Gefäßen gefrieren. Die linke Kurbel hatte sich nahezu vollständig von der Achse gelöst! Notstop! Das hätte böse enden können. Empfehlung: Material checken, Schraubverbindungen kontrollieren - und zwar nach jeder Ausfahrt. Dieser Mangel hat sich im Verlauf dieser einen Tour entwickelt. Mikro-Bewegungen an den Verbindungen können für ein Anlösen der Schraubverbindungen sorgen. Danach entwickelt sich ein Eigenleben mit unabsehbaren Folgen. Der Senior reinigt und prüft sein Material nach jeder Ausfahrt. Das ist die einzige Lebensversicherung; jemand anderes macht es nicht! Die Belastung in den den Bergen ist auch für das Material immens!
Noch mal alles gut gegangen. Gegen halb sieben am Nachmittag kamen unsere Sportsfreunde wieder am Hotel an.
Fazit des Tages: 132 gefahrene Kilometer, 2.750 Höhenmeter, 7:15 Stunden im Sattel
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